Bundesjustizministerin Lambrecht

Kindesmissbrauch ist "nur" ein Vergehen, so Bundesjustizministerin Lambrecht (SPD). Gleichzusetzen mit Schwarzfahren oder andere kleinere Missetaten?
Wenn dieses wirklich die Meinung der Ministerin ist, dann sollte sie den Hut nehmen und gehen. Das ist reinste Verhöhnung der Missbrauchsopfer. Danke SPD !

Ein Resümee ?

Ich erhielt per E-Mail die Frage, warum sich hier nichts mehr bewegt.
Eine sehr gute Frage, die aus verschiedenen Winkeln her beantwortet werden könnte. Nun, diese Webseite war der Versuch, mit anderen Missbrauchsopfern aus dem Don-Bosco-Heim in Berlin-Wannsee in einen Austausch zu treten.
Die Intention dahinter war, sich zusammenzuschliessen und gemeinsam gegen die Salesianer Don-Bosco's zu agieren.
Wie es auf der Eingangsseite der Homepage steht, weiß ich aus meiner Zeit, dass auch andere Jungs missbraucht wurden, ich konnte es in einem Fall auch selbst beobachten.
Die wenigen, die sich meldeten, sind nicht bereit gewesen einen gemeinsamen öffentlichen Weg zu gehen.
Es scheint, jeder kämpft für sich alleine. Ich bedauere dies und tat es ihnen gleich. Mein Austausch fand, über einen sehr langem Zeitraum, per E-Mail, mit dem Missbrauchsbeauftragten und Juristen der Salesianer statt. In seinen offiziellen Aussagen konnte ich entnehmen, dass der Orden Don Bosco nicht gewillt ist, sich seiner Verantwortung zu stellen.
Dann kam der Tag, als Matthias Katsch (Eckiger Tisch) und andere, ein Empfehlungspapier (MHG-Studie) bei der Bischofskonferenz 2019 vorstellten und Bischof Ackermann machte in dem gemeinsamen Pressegespräch Hoffnungen auf Entschädigungen, im März 2020 dann die Abkehr von den in Aussicht gestellten möglichen Entschädigungszahlungen. Der Todesstoß?
Es hat sich gezeigt, dass die Worte einzelner Würdenträger nichts wert sind. Die Kirche und die Orden haben sich damit die Absolution erteilt und zeigen, dass sie sich selbst genug sind. Die Lehren die sie verbreiten, spiegeln sich in ihrem Verhalten nicht wieder.

Den Kampf also aufgegeben?
Es müssten sich alle Betroffenen unter einem Dach zusammenfinden um gemeinsam den Kampf gegen die DBK zu führen, aber so wird es nicht kommen und so scheint es, dass die Kirche gewonnen hat.




Nicht veröffentlichte Pressemitteilung

Hier eine neue, aber nicht veröffentlichte, Pressemitteilung der Deutschen Provinz der Salesianer Don Bosco
Pressemitteilung der Provinz

Salesianer versus DBK

Aus einer E-Mail des Juristen, die heute bei mir einging, geht hervor, dass sich die Orden und so auch die Salesianer Don Boscos eventuell kommenden Empfehlungen der "Deutschen Bischofskonferenz" entziehen werden.

(Auszug)

Darüber hinaus gibt es von Seiten der Salesianer und anderer Ordensgemeinschaften aber auch erhebliche inhaltliche Bedenken hinsichtlich der vorgelegten Empfehlungen.
Können diese Bedenken im innerkirchlichen Diskussionsprozess nicht ausgeräumt werden, werden sich die Salesianer den Empfehlungen nicht anschließen.
Bis zur Klärung dieser Fragen – Herr Bischof Ackermann hat dies Ende des Jahres in Aussicht gestellt – wird es zunächst keine Veränderung in der bestehenden Praxis geben
.

Kinder missbrauchen und sich dann der Verantwortung und Fürsorgepflicht entziehen, das zeugt von wahrer christlicher Güte.

Orden der pädophilen Salesianer

Dem Orden der Salesianer Don Boscos ein Angebot zu offerieren, welches weit unter der Summe der unabhängigen Arbeitsgruppe lag, war ein unbeschreiblich dummer Affront.
Über diesen Orden kann man sagen oder denken, was man will, aber die Tugend der Standhaftigkeit kann man ihnen nicht absprechen. Ein Verharren in dem geschichtlichen Kleid ihrer Existenz erscheint unabdinglich. Ein Orden, der mit Vorsatz, pädophile Paters in ihren Reihen versammelt, darf nicht klein beigeben. Um die, in ihren Augen, vermeintlichen Opfern in die Schranken zu weisen, wird einem Juristen der Mantel des Missbrauchsbeauftragten umgehängt.
Steht ein solches Vorgehen in den Aufzeichnungen des Johannes Boscos? Falls dem so sein sollte, müsste man die junge Geschichte des Ordens neu schreiben.
War pädophiles Handeln schon seit Gründung in dem Orden existent? Geht man von dieser Tatsache aus, dann ist das Stillhalten und abwarten, dass negieren und taktieren, die Folge von über hundert Jahren erfolgreichen Vertuschens. Chapeau!
Also, wie kann sich jemand anmaßen, dem Orden ein Angebot zu unterbreiten?
Das Handeln des Ordens entspricht Ihrer DNA, dem ihres Gründers.