Nicht veröffentlichte Pressemitteilung

Hier eine neue, aber nicht veröffentlichte, Pressemitteilung der Deutschen Provinz der Salesianer Don Bosco
Pressemitteilung der Provinz

Salesianer versus DBK

Aus einer E-Mail des Juristen, die heute bei mir einging, geht hervor, dass sich die Orden und so auch die Salesianer Don Boscos eventuell kommenden Empfehlungen der "Deutschen Bischofskonferenz" entziehen werden.

(Auszug)

Darüber hinaus gibt es von Seiten der Salesianer und anderer Ordensgemeinschaften aber auch erhebliche inhaltliche Bedenken hinsichtlich der vorgelegten Empfehlungen.
Können diese Bedenken im innerkirchlichen Diskussionsprozess nicht ausgeräumt werden, werden sich die Salesianer den Empfehlungen nicht anschließen.
Bis zur Klärung dieser Fragen – Herr Bischof Ackermann hat dies Ende des Jahres in Aussicht gestellt – wird es zunächst keine Veränderung in der bestehenden Praxis geben
.

Kinder missbrauchen und sich dann der Verantwortung und Fürsorgepflicht entziehen, das zeugt von wahrer christlicher Güte.

Orden der pädophilen Salesianer

Dem Orden der Salesianer Don Boscos ein Angebot zu offerieren, welches weit unter der Summe der unabhängigen Arbeitsgruppe lag, war ein unbeschreiblich dummer Affront.
Über diesen Orden kann man sagen oder denken, was man will, aber die Tugend der Standhaftigkeit kann man ihnen nicht absprechen. Ein Verharren in dem geschichtlichen Kleid ihrer Existenz erscheint unabdinglich. Ein Orden, der mit Vorsatz, pädophile Paters in ihren Reihen versammelt, darf nicht klein beigeben. Um die, in ihren Augen, vermeintlichen Opfern in die Schranken zu weisen, wird einem Juristen der Mantel des Missbrauchsbeauftragten umgehängt.
Steht ein solches Vorgehen in den Aufzeichnungen des Johannes Boscos? Falls dem so sein sollte, müsste man die junge Geschichte des Ordens neu schreiben.
War pädophiles Handeln schon seit Gründung in dem Orden existent? Geht man von dieser Tatsache aus, dann ist das Stillhalten und abwarten, dass negieren und taktieren, die Folge von über hundert Jahren erfolgreichen Vertuschens. Chapeau!
Also, wie kann sich jemand anmaßen, dem Orden ein Angebot zu unterbreiten?
Das Handeln des Ordens entspricht Ihrer DNA, dem ihres Gründers.

Die Salesianer Don Boscos

Ich habe mir im Kino den Film "Gelobt sei Gott" angeschaut habe, ich frage mich warum ich dies tat. Der Film sehr gut und zeigt, wie sich die Kirche gegenüber Opfern von Missbrauch verhält, Nebeneffekt des Filmes ist, dass er triggert.
Ich habe dem Orden der Salesianer, das heißt dem Provinzial und dem Missbrauchsbeauftragten eine Mail geschickt, um mich in deren Gedächtnis zu rufen. Das nicht nur wegen des Filmes, sondern auch Aufgrund der Bischofskonferenz und dem was auf die Kirche und die Orden zukommen könnte.
Mir ist jedoch klar, dass von Seiten der Salesianer keinerlei Reaktion erfolgen wird, sie verharren in ihrem Schweigen und hinter juristischer Spitzfindigkeiten. Es ist ein trauriges Schauspiel was dieser Orden veranstaltet.
Ihr Nichthandeln, das Verleugnen und herunterspielen, das sich auf weltliches Recht berufen, wenn es um Opfer geht und wenn es um ihre eigenen "Schäfchen" geht, wenden sie das Kirchenrecht an…das ist mafiöses Tun.
Wie kommt man auf die Idee, einen Juristen (mit einer Kanzlei) zum Missbrauchsbeauftragten zu machen? Doch nur, wenn man den Missbrauch negieren will, sich gegenüber eventuellen Ansprüchen von vornherein distanziert.
Die Verantwortlichen können nicht ermessen, dass die Betroffenen endlich einen Schlussstrich ziehen wollen.
"Gutes Tun und die Spatzen pfeifen lassen?"
Die Spatzen pfeifen nicht mehr, sie schreien.



Pressegespräch zur Anerkennung erlittenen Leids von Missbrauchsopfern

Gestern fand, während der herbstlichen Bischofskonferenz, ein Pressegespräch mit Herrn Katsch und Bischof Ackermann statt.
Es ging um das von Herrn Katsch eingebrachte Konzept bzw. Forderungen einer Entschädigung für die Opfer des Missbrauchs.
In diesem Konzept gibt es zwei Modelle:
Eine Einmalzahlung über 300.000 Euro oder eine aufgefächerte monatliche Zahlung, deren Gesamtsumme höher wäre, als die Einmalzahlung.
Da die Missbrauchsfälle sich, wie bei mir, vor Jahrzehnten ereignet haben, ist eine Einmalzahlung die bessere Alternative.

Wie lange die Bischöfe und die Gremien jetzt noch brauchen, um eine Entschädigung auf den Weg zu bringen, falls sie dem Konzept folgen, weiß man nicht, aber es hat den Anschein, dass sich etwas bewegen könnte.

Link zu dem Pressegespräch

Pressegespräch zur Anerkennung erlittenen Leids von Missbrauchsopfern